Location der Influencer Marketing Konferenz inreach

Inreach 2016: Wo Marken und Influencer zusammenkommen

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Influencer Marketing ist das zentrale Hype-Thema dieser Tage. Doch ist das wirklich so oder handelt es sich vielmehr um ein geeignetes Kommunikationsmittel, um seine Markenbotschaften einem noch breiteren Publikum zu präsentieren? Auf der Inreach 2016 im internationalen Kino in Berlin trafen sich gestern Influencer und Vertreter von Marken wie Adidas und Zalando, um zu diskutieren.

Influencer Marketing: Hype oder Heilsbringer?

Wer ist nicht schon einmal aufgrund einer Empfehlung eines Freundes in ein Restaurant gegangen oder hat sich den neuen Laptop gekauft, weil die Kollegin einen von den technischen Vorzügen überzeugt hat? Das Influencer Marketing basiert genau auf diesem Prinzip: Vertrauen. Marken und Unternehmen erkennen zunehmend das Potenzial in den sogenannten Influencern. Multiplikatoren, die eine hohe Anzahl an Follower haben und mit ihren Beiträgen eine große Reichweite erzielen, rücken zunehmend in den Fokus von Kommunikationsmaßnahmen. Dazu zählen nicht nur die großen Hollywood-Stars, sondern auch die „Normalos“ bzw. noch kleinen Sternchen sind wichtige Partner. „Wir konzentrieren uns nicht nur auf Stars wie Manchester-United-Kicker Pogba. Trends entstehen in den Nischen und Subkulturen. Deshalb versuchen wir schon frühzeitig, Partnerschaften einzugehen und mit den Personen zusammen zu wachsen“, sagt Florian Reichelsdorfer von Adidas. In diesem Punkt sind sich die Unternehmer und Influencer einig. Längerfristige Partnerschaften würden die Authentizität bewahren. Denn wer heute für Amazon Prime wirbt und morgen Netflix in den Himmel lobt, der wird den Rückhalt seiner Fan-Community schnell verlieren. Auch der Fashion Retailer Zalando mischt beim Thema mit: Mit der Plattform Collabary wollen sie in Zukunft Marken und Influencer zusammenbringen. Mercedes Benz baut insbesondere auf einen Social-Media-Kanal: „Instagram first“ lautet hier die Strategie. Mit einer Community von 350 Fotografen weltweit, nutzergenerierten Inhalten sowie Multiplikatoren wie den Formel-1-Fahrer Nico Rosberg, aber auch ihren eigenen Mitarbeitern, werden sie selbst zu einem Influencer. Zusammenfassend waren sich sowohl die Marken als auch die Influencer und Moderator Andreas Bersch auf der inreach 2016 einig: Das Influencer Marketing steckt gerade noch in den Kinderschuhen, birgt für die Zukunft aber noch viel Potenzial. Professionalisierung ist hier aber definitiv noch nötig.

Was ich aus Berlin mitgenommen habe!

Neben der Goodie Bag mit lustigen Stickern ist vor allem das von der Inreach 2016 in Berlin hängen geblieben:

  1. Wir in Deutschland sind noch ganz am Anfang im Bereich des Influencer Marketing.
  2. Transparenz im Bereich Bezahlung ist dringend nötig. Ich hatte ja gehofft, in der Session zur Monetarisierung einen Einblick zu bekommen. Aber konkrete Zahlen wurden hier nicht genannt. Der Frage wurde eher ausgewichen. Schade!
  3. Blogger sind die Verlierer. Zumindest wenn sie keinen weiteren Kanal haben, auf dem Sie eine hohe Reichweite nachweisen können.
  4. Weiche Faktoren werden bei der Wahl der Influencer zwar beachtet, aber schlussendlich zählen eben doch die Zahlen. Die Reichweite und Interaktionen haben Priorität.

Influencer Marketing –  ein spannendes Thema. Ich glaube, dass es ein guter Weg sein kann, über „Social-Media-Stars“ Kommunikationsbotschaften weit zu streuen. Allerdings sehe ich auch einige kritische Punkte: Influencer sollten sich wirklich gut überlegen, mit wem sie Partnerschaften eingehen und nicht blindlings für zahlreiche verschiedene Marken werben. Dies kann die Follower sehr schnell abschrecken. Auch stellt sich für mich die Frage, inwieweit man, als Follower, den Influencern Glauben schenken kann, wenn sie von den Marken bezahlt und zu Reisen eingeladen werden. Denn: Wer beißt schon gerne die Hand, die einen füttert? Was meint ihr? Wie wird sich das Influencer Marketing in Zukunft entwickeln?

Kino international: Die Location der inreach 2016

Inreach 2016 in Berlin: Im Kino International trafen sich Influencer und Markenvertreter. Vorträge, Diskussionen und Networking standen auf der Tagesordnung.

Über Jasmin La Marca

Die Augs(ch)burgerin mit italienischem Migrationshintergrund liebt es, Texte fürs Netz zu schreiben. Bloggen, skypen, twittern und natürlich facebooken: Social Media – *thumbs up* --> gefällt mir

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Am 15. November 2016
Von
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Eine Antwort auf "Inreach 2016: Wo Marken und Influencer zusammenkommen"

  1. […] Prinzip des sogenannten Influencer-Marketings – zuletzt eines der Hype-Themen der Digitalszene – ist simpel: Nicht mehr das Unternehmen […]

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