„Auf der Suche nach mehr GELB“

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Wie so ein Motto doch den Blick verändert! Plötzlich ist überall Gelb, angefangen von der Ebene der Parkgarage am Flughafen über die Tapas-Teller bis hin zu den Auslagen auf dem Markt: Käse, Honig, Tortillas, … und natürlich überall die katalanischen Flaggen. Unter den bunten Bildern von Juan Miró haben mich instinktiv die mit viel Gelb in den Bann gezogen. Es gab in der Ausstellung Schließfächer in vier Farben, aber klar: Es musste ein gelbes sein! Manches gibt Rätsel auf: Warum wohl werden Wände neben abgerissenen Häusern in leuchtendem Gelb gestrichen?

Das Rätsel, wie es zu dem Motto unserer Reise kam, ist dagegen einfach zu lösen: In unserem Strategie-Workshop haben wir gelernt, dass der Gelbanteil in unserem Teamprofil unser experimentelles Ich repräsentiert. Nachdem unsere rationalen, organisatorischen und emotionalen Ichs schon sehr ausgeprägt sind, wollten wir uns in der Designstadt Barcelona ein paar kreative Impulse holen, die uns bei der Entwicklung des Zukunftsbildes von candid inspirieren sollten. Also vier Tage raus aus dem Büroalltag mit Deadlines, To-do-Listen, Telefonkonferenzen, Fachbeiträgen, etc.

Wie haben wir es genossen, uns ganz im Sinne unseres gelben Ichs (das unter anderem intuitiv und neugierig ist) durch die Stadt treiben zu lassen! So zog es die eine zum Strand, die andere zum Camp Nou, und wieder andere schlenderten durch die Straßen der Altstadt. Kreative Inspirationen bekamen wir nicht nur in den Ausstellungen, die wir besuchten. Auch die künstlerisch umgestalteten Verkehrsschilder regten unsere Phantasie an und führten zu herrlichen Interpretationen. Und der Genuss einer Flasche Rioja zog wilde Spekulationen nach sich, welche Abenteuer wir wohl mit einem rassigen Spanier namens Ramón Bilbao (so hieß der Wein) erleben würden … Wie ihr seht, hatten wir sehr viel Spaß, haben unheimlich viel gelacht und sind voller Energie wieder zurückgekommen.

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Über Andrea Finkel

Die Komma-Queen: begeistert sich für alles, was mit Sprache zu tun hat – auch Grammatik und Rechtschreibung. Komplexe Themen wecken ihren Ehrgeiz.

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Am 9. Mai 2014
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3 Antworten auf "„Auf der Suche nach mehr GELB“"

  1. […] Gelb vermisse ich. Ab und zu. Ein bisschen. Dann blicke ich mit Sehnsucht auf das kreative Chaos und die sprudelnden Ideen, die andere produzieren. Lese, gehe ins Theater, lasse mich von Jazz, Slam und Literatur inspirieren. Deshalb auch die Reise nach Barcelona. Auf der Suche nach mehr Gelb. Und deshalb auch der ganze Strategieprozess. Prozess − womit wir wieder beim Blau wären. Blau und gelb, das sind Komplementärfarben und laut Goethes Farbenlehre die einzigen beiden „reinen“ Farben. Ich gehöre übrigens zu den drei Prozent derjenigen, die laut HBDI in jeder Farbe zuhause sind – sprich vierfach dominant. In Barcelona empfingen uns blauer Himmel, das blaue Meer und blauer Pool auf dem Hoteldach. Es kann kein Zufall sein, dass die Katalanen die Farbe blau auch „blau“ nennen und nicht etwa „azul“ wie es im Spanischen heißt. Blau, die Farbe der Sehnsucht − die Literaturwissenschaftlerin in mir denkt dabei natürlich auch an die blaue Blume der Romantiker. […]

  2. Conny sagt:

    Hallo Andrea,
    das Mysterium mit den gelben Wänden auf den Abbruchseiten von Häusern kann ich aufklären: Es handelt sich hierbei um eine relativ dünne Schicht eines Isoliermaterials, das wie ein Schaum aufgesprüht wird – es fehlt ja jetzt das abschirmende Nachbarhaus 🙂
    Bei uns in Barcelona wird es zwar nicht so wahnsinnig kalt, aber ein bisschen ungemütlich wird es schon im Winter, vor allem wegen der manchmal sehr feuchten Luft wegen der Nähe zum Meer.

    Zum Thema „gelb“ hätte noch gut ein Foto von der Crema Catalana gepasst 😉

    Glückwunsch zu der gelungen Stadtwahl – Barcelona ist wirklich sehr inspirierend!

  3. Andrea sagt:

    Danke, Conny, für die Klärung des Mysteriums. In Deutschland wäre (oder ist) so eine Isolierschicht sicher grau – eben angepasst ans deutsche Wetter, weshalb man sie vermutlich nie wahrnimmt. 😉
    Und stimmt, die Crema Catalana hätten wir noch ablichten sollen, bevor wir uns auf sie gestürzt haben … machen wir dann beim nächsten Besuch!

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