Ein e-trieblicher Ausflug

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Wir candid-Mädels sind schon eine besondere Spezies. Wir lehnen nicht nur die von der Chefin wohlgemeinte Frage ab, ob wir denn dieses Jahr wieder gerne auf den Presseball gehen würden. Nein, wir tun uns auch noch freiwillig körperliche Aktivitäten an, die sonst wohl eher Männer begeistern: Fußball-Golf im Soccerpark Rehling! Gut, ehrlich gesagt, wir wollten ja erst in den Klettergarten bei Schloss Scherneck, aber der hat unter der Woche zu.

Foto11Nachdem Fußball alleine schon extremst anstrengend ist, wollten wir die Gelegenheit   endlich   nutzen und die E-Bikes von LEW, die uns schon lange zum Test angeboten worden waren, auch selbst ausprobieren. Bisher hatten wir nur darüber geschrieben, nachdem wir seit Juni die Lechwerke in der Pressearbeit in Sachen E-Mobility unterstützen.

Gesagt, getan: Der 2. Oktober überraschte uns mit bestem Wetter. In der Früh war es zwar IMG_6514noch recht frisch, aber wir hatten mit Outdoorjacken, Handschuhen und Co vorgesorgt. Eine kurze Einweisung des netten jungen Herrn von Fahrräder Durz, der uns freundlicherweise vier Elektrofahrräder (zwei Bergziegen-Trekkingräder und zwei City-Bikes) für den Tag vorbeibrachte – dann ging es los. Unsere Chefin erklärte sich bereit, als einzige mit ihrem normalen Trekkingrad mitzufahren. Was waren wir froh! Jasmin, IMG_6522unser Küken, musste ihre jugendlichen Kräfte noch schonen, denn sie wollte uns allen zeigen, wie ein Profifußballer (sie spielt beim TSV Pfersee) so kicken kann. Ich war über den Zusatzantrieb sowieso froh, da sich eine Erkältung ankündigte. Für Elke war es eh keine Frage (Zitat auf Twitter am nächsten Tag: „Muskelkater vom E-Bike-fahren – ich bin noch unfitter als befürchtet.“ 😉 ) und Andreas Tagesmission bestand darin, sich möglichst oft und ausgiebig schlapp zu lachen, wenn sie Sandra mal wieder mit Vollgas überholte.

Foto4Wir machten uns also auf den Weg und hätten ohne unseren E-Antrieb sicher Mühe gehabt, mit Sandra mitzuhalten! Unsere Fernwandersfrau stieg ganz schön in die Pedale. Trotz Gegenwind und einigen Steigungen war sie immer bei uns dabei. Der Rest der Crew strampelte eher gemütlich vor sich hin, aber man muss schon sagen – warm wird einem trotzdem dabei, denn ohne Treten auch kein Zusatzantrieb! Die Tour führte am schönen Lech entlang und über Wiesen und Felder zum SchlossBlog Scherneck. Andrea und Elke hatten dabei laut Lachbarometer sicher am meisten Spaß. Punkt 12 Uhr kamen wir an und ließen uns erst einmal ein leckeres Mittagessen im schönen Biergarten in der Sonne schmecken. Die Laune wurde nochmals ordentlich mit Doppelbock-Radlern gehoben und mit Kässpatzn und Zwiebelrostbraten ausgelevelt. Dann wurde es ernst: ab zum Soccerpark!

BlogKurz in die Regeln eingewiesen ging es auch schon los. 18 Bahnen warteten auf uns. Am Anfang waren wir alle noch sehr motiviert. Es wurden die besten Fußtechniken ausgetauscht (mit der Fußseite oder doch lieber mit der Spitze?), optimale Schussweiten ermittelt, um eine möglichst gute PAR-Zahl zu erreichen und es wurde noch brav nach Regel gespielt (erst schießt man nacheinander, dann schießt der, dessen Ball noch am weitesten weg ist, usw.). Wir stellten uns gar nicht so schlecht an, wie wir fanden. Ab Bahn 10 verließ den einen oder anderen dann langsam die Lust. Jeder spielte seinen Ball egal wann aufs Loch zu und man dürfte vermuten, dass man sich doch manchmal (absichtlich oder nicht) mit den Punkten verzählt hat (gell, Andrea! 😉 ). Nein, im Ernst, letztlich war das Ergebnis eh klar: Jasmin gewann haushoch, auch wenn ihre Leistung sie selbst an den Rand einer Depression brachte. Zitat: „Wenn ich das jetzt nicht treffe, ist meine Karriere beendet!“ Kaum hatte sie allerdings Zuschauer in Form von mehreren Männern (bei Bahn 18), lochte sie mit einem Schuss ein und war wieder einigermaßen versöhnt.

Um es kurz zu machen: Wir hatten echt Spaß, tankten noch einmal Flüssigkeit (diesmal Blogalkoholfrei!) und machten uns auf den Rückweg. Dieser verlief dann doch etwas schweigsamer als der Hinweg. Der Wind war noch stärker als am Vormittag und langsam machten sich die ersten Wehwehchen breit („Mein Hintern tut weh“, „Meine Schultern tun weh, der Fahrradrahmen passt einfach nicht auf mich.“) und es gab erste Motorausfälle auf den Schotterwegen, was erklärt, warum Andrea auf einmal ganz schön zurückfiel und nicht mehr lachte. Sandra strampelte immer noch fleißig vorneweg und war die einzige die nicht jammerte. Wobei, das heißt ja nichts – Sandra ist einfach sehr hart im Nehmen :-).

Um halb fünf waren wir wieder in der Innenstadt angekommen – rechtzeitig zur Fahrradrückgabe. Toll war’s! Und wir würden jederzeit wieder den Fuß-ball dem Presse-ball vorziehen! Wobei, vielleicht doch im zweijährlichen Wechsel?

Wer sich fragt, wie uns die E-Bikes an sich gefallen haben, hier ein paar Meinungen:

„In den Bergen, als ich schon einmal ein E-Bike getestet habe, hat es für mich auf jeden Fall viel Sinn gemacht, sonst wäre ich die Berge nie hochgekommen. Auf diesem Ausflug, der vorwiegend in der Ebene stattfand, fand ich den Antrieb eigentlich nicht so wichtig. Interessant ist, dass man trotzdem angestrengt ist. Am Ende war ich ähnlich kaputt wie ohne Antrieb – und ich mache wirklich öfter Radtouren. Das fand ich etwas komisch.“ (Dani)

„Man gewöhnt sich wirklich schnell an den Elektromotor, der einem das Radeln ganz leicht macht. Den Berg bei Scherneck bin ich gleich zwei Mal hochgefahren, weil es eben so leicht ging. Wie schnell man sich an so ein E-Bike gewöhnt, habe ich dann abends gemerkt, als ich vom Büro mit meinem normalen Fahrrad nach Hause geradelt bin – da musste ich erst mal zwei Gänge runterschalten, weil mir das Treten dann plötzlich so anstrengend vorkam.“ (Andrea)

„Eigentlich wollte ich an diesem Tag ja aus eigener Kraft nach Rehling radeln, war aber letztendlich doch froh, dass auch ein E-Bike für mich bereit stand. Mit der kleinen Antriebshilfe war der gefürchtete Berg bei Scherneck nämlich gar kein Problem und auch insgesamt konnte man so das Panorama viel mehr genießen.“  (Jasmin)

„Die Illusion der Fitness ist sehr gefährlich. Ich fand es sehr lustig, so ein E-Bike mal zu testen, aber ich würde mir jetzt noch keines kaufen. Vielleicht in 20 Jahren …“ (Elke)

„Ich finde es wichtig, dass wir die Produkte und Dienstleistungen, über die wir schreiben, auch selbst ausprobieren. Und meine Mädels, die über E-Mobility schreiben, wissen jetzt, was Sache ist.“ (Sandra)

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Über Daniela Reif-Schülein

candid-Alumni, Weltbürgerin und sesshafte Nomadin, Tech-Geek und Bücherwurm, leidenschaftliche Netzwerkerin und Mama einer kleinen Tochter.

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Am 4. Oktober 2013
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2 Antworten auf "Ein e-trieblicher Ausflug"

  1. Jasmin sagt:

    Ein sehr schöner Ausflug. Danke an LEW und Fahrräder Durz für die Bereitstellung der E-Bikes.

  2. Andrea sagt:

    Unbedingt erwähnt werden sollte noch, was Jasmin (mit extrem schlechtem Gewissen) zu Sandra am Telefon sagte, als sie uns morgens anrief, bevor wir sie dann unterwegs aufgabelten: „Sandra, wir kommen ein paar Minuten später. Und dann ist da noch was: Ich habe jetzt auch ein E-Bike bekommen.“ 🙂
    Wir hatten Sandra dann jedoch mehrmals angeboten zu tauschen, aber tapfer, wie sie nun mal ist, hat sie keine Schwäche gezeigt und hat alles aus eigenem Antrieb abgestrampelt. Respekt!

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