Barcamp Digitalisierung - Sessionplan

#digicamp18: ein Barcamp für Augsburg

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München hat es. Berlin sowieso. Und viele andere Städte in Deutschland auch. Höchste Zeit also, dass auch Augsburg sein eigenes Barcamp bekommt. Am Samstag fand es zum ersten Mal in dieser Form und Größenordnung statt. „Digitalisierung“ hieß das Thema, und nicht nur Jasmin, Sandra und ich kamen morgens kurz nach 8:00 Uhr ins Technologiezentrum, sondern um die 100 weitere Teilnehmer.

Gleich bei der Begrüßung erfuhren wir aber: Bei einem Barcamp gibt es gar keine „Teil-nehmer“. Die Anwesenden sollen nämlich nicht nur Inhalte mitnehmen und konsumieren, sondern auch selbst geben. Also als „Teil-geber“ mit ihrem eigenen Input dafür sorgen, dass das Barcamp gelingt. Beispielsweise indem sie Sessions anbieten und dort zusammen mit anderen Interessierten ein Thema in Form einer Diskussion, eines Workshops oder eines Vortrags bearbeiten. Wie viele und welche Sessions es gibt, zeigt sich bei einem Barcamp typischerweise erst am Tag der Veranstaltung.

Die Qual der Wahl

Die Ideen der Sessiongeber am Samstag waren alles andere als anfängerhaft. Sie bildeten die ganze Bandbreite dessen ab, was man unter dem Schlagwort Digitalisierung verstehen kann: von E-Mail- und Twitter-Marketing über Design Thinking und Netzwerke bis hin zu der Frage, wie wir in Zukunft arbeiten und mit Maschinen interagieren wollen. Ein buntes Bild – und für uns immer wieder die Entscheidung: Welcher von drei gleichzeitig laufenden spannenden Gruppen soll ich mich nun anschließen?

Insgesamt fünf Session Slots von jeweils 50 Minuten Dauer sorgten für mehr als genug Input, ließen aber auch gleichzeitig ausreichend Raum für Diskussionen, Netzwerken und gute Gespräche. Und dann musste man ja zwischendurch die ganze Zeit noch twittern, damit diejenigen, die nicht physisch anwesend sein konnten, zumindest virtuell auf dem Laufenden blieben.

Von Menschlichkeit und menschenähnlichen Robotern

Mein Fazit zu den besuchten Sessions: Die Diskussion, was die Digitalisierung mit den Menschen macht, wirft weit mehr Fragen auf, als es im Rahmen einer Session Antworten gibt. Führt mehr digitales Arbeiten zu mehr Kommunikation auf Augenhöhe? Oder wird damit ein Teil der Menschen abgehängt? Wie können Systeme so gestaltet werden, dass die Digitalisierung eine Chance und nicht etwa eine Überforderung darstellt? Manchmal muss man aber noch weiter in die Zukunft vorausdenken: Etwa wenn man diskutiert, wie eine mögliche Interaktion mit menschenähnlichen Robotern gestaltet werden kann. Einen ganz praktischen Nutzen der Digitalisierung zeigte die Session des Social Start-ups Helpteers in Zusammenarbeit mit der Kindernothilfe auf: eine Plattform, um online Freiwillige für einzelne, begrenzte Projekte zu gewinnen. Crowdmoving statt Crowdfunding.

Mir als Barcamp-Neuling gefiel insgesamt vor allem die entspannte Atmosphäre – bei den Sessions genauso wie bei den Gesprächen in den Pausen. Und es war spannend zu sehen, dass keine Session wie die andere war und ich als Teil der Gruppe immer die Möglichkeit hatte mitzugestalten, was sich aus einem Thema entwickelt.

Positives Feedback

Zum Abschluss des Tages gab es dann auch nicht nur das verdiente Feierabendbier, sondern viel positives Feedback: für die tolle Organisation, die engagierten Sessiongeber und nicht zuletzt für die gute und reichhaltige Verpflegung. Und bei der Bücherverlosung hatten wir von candid gleich zweimal das Glück auf unserer Seite: Sandras Name stand gleich auf dem ersten Los, das aus dem Topf gezogen wurde, und ich durfte ganz am Ende noch das letzte Buch mit nach Hause nehmen.

Übrigens: Der nächste Termin steht schon. Am 6. April 2019 darf in Augsburg wieder gebarcampt werden – beim #digicamp19.

Über Elke Thiergärtner

Ideen entwickeln, Herausforderungen annehmen: Die leidenschaftliche Läuferin mag es, wenn es voran geht. Das Ziel hat sie dabei immer im Blick.

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Am 16. Juli 2018
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