Ist die Internetnutzung altersabhängig? – Ein Beitrag zur Blogparade von Lisa Figas: Wie nutzt du das Internet? (1)

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Laut einer Studie der Initiative D21 nutzen 76,5 Prozent der Menschen in Deutschland das Internet. #Neuland ist das World Wide Web somit schon lange nicht mehr. Wie oft man das Internet nutzt und vor allem wie, ist individuell unterschiedlich. Alter, Beruf und Bildung mögen hierbei eine ausschlaggebende Rolle spielen. Die Blogparade von Lisa Figas zum Thema „Wie nutzt du das Internet?“ hat uns auf die Idee gebracht, einen kleinen Vergleich der verschiedenen Internet-Generationen anzustellen. Wir werden sehen, ob und inwieweit sich die Zuordnung der Internet-Stereotypen in Digital Native, Digital Immigrant und Silver Surfer mit dem Alter und dem Nutzungsverhalten deckt.

Digital Native: Jasmin La Marca, 27

Als Digital Native werden Personen bezeichnet, die mit den digitalen Technologien aufgewachsen sind. Nun würde ich mich nicht direkt einem „Digital Native“ par excellence zuordnen, hierzu bin ich dann doch etwas zu alt oder schöner ausgedrückt, zu spät geboren. Nur so viel: Mein erstes Handy würde in meinen kleineren Handtaschen keinen Platz finden. Mehr muss ich, denke ich, gar nicht sagen. Ziehe ich nun aber den Vergleich mit meinen Kolleginnen, befinde ich mich bei den Digital Natives in der richtigen Schublade. Wie ich mich im Internet bewege, welche Apps ich nutze und auf welchen sozialen Netzwerken ich mich tummle, liste ich euch im Folgenden auf.

Timeshot, Lokalisten, StudiVZ – Netzwerke vergangener Tage

Eine Feier in einem Club, ein Fotograf, der das Gruppenfoto für die Nachwelt festhält…so begann meine soziale Netzwerk-Karriere. Wer nämlich Zugriff auf die Party-Pics haben wollte, musste sich bei Timeshot registrieren. Daraufhin folgte dann die Anmeldung bei Lokalisten und während des Studiums schließlich auch noch das Profil auf StudiVZ. Damals eher noch unmobil, kommentierte ich Fotos und schrieb Freunden Nachrichten vom Rechner aus. Ein Smartphone besaß ich zu dieser Zeit noch nicht.

Facebook 24/7 – always on

24 Stunden, sieben Tage die Woche, so würde ich meine Aktivität auf Facebook bezeichnen. Wenn ich nicht im Büro an meinem Rechner sitze, wobei die Facebook-Seite generell in einem Tab geöffnet ist, bleibe ich unterwegs via Facebook-App auf meinem Smartphone auf dem Laufenden. Bei privaten Nachrichten oder Markierungen meiner Freunde werde ich sofort benachrichtigt und kann sofort reagieren.

Xing – Netzwerk für Beruf und Karriere im Bearbeitungsmodus

Auch bei Xing habe ich mich vor einigen Wochen angemeldet. Allerdings habe ich es bisher noch nicht geschafft, mein Profil auf den aktuellen Stand zu bringen. Foto und Werdegang fehlen immer noch. Ich werde Xing wohl in Zukunft eher weniger nutzen und werde mein Profil, wenn überhaupt, auf dem Computer aufrufen.

Kükenstatus bei Twitter @JasminLaMarca

Erst seit knappen drei Wochen bin ich nun auch auf Twitter zu finden, ganz frisch – ein richtiges Küken eben. Derzeit nutze ich Twitter eher auf dem Computer. Nachdem ich mir nun allerdings auch die Twitter-App und Hootsuite auf mein Handy heruntergeladen habe, werde ich mit Sicherheit in Zukunft öfter via Smartphone tweeten, denn die besten Einfälle kommen einem doch spontan. Ein griffbereites Handy erleichtert das ungemein. Text eingetippt, noch kurz ein Bild geschossen und fertig.

Skype: die kostenlose Leitung nach Hause

Telefonieren und chatten via Skype war während meines Erasmus-Aufenthaltes in Spanien die perfekte Möglichkeit um mit den Lieben zu Hause in Kontakt zu bleiben. Heute benutze ich es nur noch im Büro, um kurze Textnachrichten zu versenden. Meine beliebteste Gruppenchatfrage lautet übrigens: „Wer hat Lust auf eine kleine Kaffeepause?“

WhatsApp: Was war gleich noch einmal eine E-Mail?

Natürlich benutze ich noch die klassische E-Mail. Allerdings nur in meinem beruflichen Alltag und bei Bestellungen via Internet. Im Bekannten- und Freundeskreis hat WhatsApp die E-Mail und auch mittlerweile die SMS abgelöst. Es ist doch auch so viel einfacher kurz das Handy zur Hand zu nehmen, eine Gruppe mit den gewünschten Teilnehmern zu eröffnen und den Treffpunkt für den Abend auszumachen, als den Laptop hochzufahren und eine Mail zu schreiben. Natürlich könnte man auch via Smartphone eine E-Mail schreiben. Nur würde diese im meinem Bekanntenkreis wahrscheinlich keiner bzw. erst zu spät lesen. Weiterer Pluspunkt von WhatsApp gegenüber einer SMS: der Dienst ist kostenlos.

Instagram: Bilder sagen mehr als tausend Worte!

Neben meiner Kicker und Spiegel Online App, die ich für Informationen rund um das Thema Fußball und sonstige Nachrichten verwende, gibt es noch eine weitere App auf meinem Handy, an der ich großen Spaß habe – Instagram. Urlaubsbilder, Sonnenuntergänge oder was mir sonst so Schönes in der Welt begegnet, wird mit der Handy-Kamera festgehalten und auf Instagram hochgeladen.

Online-Banking: einfach und bequem vom Laptop

Meine Überweisungen und Einzahlungen erledige ich mittlerweile auch online. Hierzu setze ich mich meist sonntags an meinen Rechner und begleiche die fälligen Zahlungen. Meinen aktuellen Kontostand rufe ich allerdings hin und wieder auch über mein Smartphone ab.

Soweit zu mir. Im zweiten Teil, der morgen erscheint, wird meine Kollegin Daniela dann über ihr Nutzungsverhalten im Netz berichten. Stay tuned!

Über Jasmin La Marca

Die Augs(ch)burgerin mit italienischem Migrationshintergrund liebt es, Texte fürs Netz zu schreiben. Bloggen, skypen, twittern und natürlich facebooken: Social Media – *thumbs up* --> gefällt mir

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Am 22. Oktober 2013
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5 Antworten auf "Ist die Internetnutzung altersabhängig? – Ein Beitrag zur Blogparade von Lisa Figas: Wie nutzt du das Internet? (1)"

  1. Sandra sagt:

    XING ist für mich ein Adressbuch. Die Kontakte, die ich über mein Berufsleben hinweg gesammelt habe, pflegen ihre Daten selbst, so dass ich sie nicht aus den Augen verliere. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, kann ich Kontakt aufnehmen. Nicht mehr und nicht weniger.

  2. Elke sagt:

    …und was heißt das dann für mich, wenn ich zusätzlich zu all dem, was du auch schreibst, noch bei LinkedIN registriert bin, mich in Interessensforen tummle+kommentiere, Podcasts und Internetradio höre – und trotzdem im Urlaub keine Probleme habe, mein Handy im Hotel liegen zu lassen, auch mal nicht auf FB-Nachrichten reagiere und in der Straßenbahn lieber ein Buch lese, statt im Handy rumzutippen? Gehöre ich dann zu den Digital Natives, den Silver Surfern oder befinde ich mich in einer statuslosen digitalen Grauzone? 😉

  3. Caroline sagt:

    Mit 27 kein Digital Native? Zwar muss ich hier den Wikipedia Eintrag zitieren um meinen Punkt zu unterstreichen, doch nenne auch ich mich mit meinen 27 Jahren sehr wohl ein Digital Native. 1980 wird als ältestes Geburtsjahr bezeichnet im Nachschlagewerk, Digital Native bezeichnet somit eine Generation oder besser gesagt alle Folgegenerationen ab einem gewissen Jahrgang. Aber Digital Native ist mehr als nur das, denn es bezeichnet, vereinfacht gesagt, den natürlichen und intuitiven Umgang mit neuen Medien. Mit einem Blick über die genutzten Anwendungen der Autorin, würde ich sehr wohl sagen, dass du Digital Native bist – vor allem, wenn du dich auch noch an Zeiten erinnern kannst wo der Kopf hinter dem Telefon verschwand und nicht umgekehrt.
    Digital Native bleibt man übrigens auch, zu einer Digitalen Silberlocke wird man nur, wenn man es darauf anlegt. Davon bist du aber weit entfernt. ; )

  4. Jasmin sagt:

    Puhhh, dann hatte ich ja noch einmal Glück und kann mich beruhigt als Digital Native bezeichnen. Schon unglaublich, wenn man sich so vorstellt, was für eine Entwicklung im technischen Bereich in den letzten 10 Jahren stattgefunden hat, oder? Von den, wie du so schön sagst, Telefonen, bei denen der Kopf dahinter verschwand zu immer kleineren und handlicheren Smartphones. Und damals fand ich es schon total trendy, wenn ich ein Handy mit polyphonen Klingeltönen hatte. 🙂 Die jüngere Generation könnte darüber wahrscheinlich nur lachen…Nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass es nächstes Jahr schon eine Internet-Brille auf dem Markt geben wird! Ich kann es nur noch einmal sagen: Unglaublich!

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