spanische Küste aus der Luft

Barcelona − a trip into the blue

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41°23′N 2°11′E – das war am 1. Mai das Ziel unserer Agenturreise ins Blaue. Genau 1.346 Kilometer liegen zwischen unserem Büro und unserem Hotel. Mit dem Auto machbar in 12 Stunden 9 Minuten. Oder zu Fuß 1.223 Kilometer in 252 Stunden. Sagt Google Maps. Wir haben das Flugzeug genommen und waren in zweieinhalb Stunden da.

Der HBDI-Insider weiß: Das war ein blauer Texteinstieg. Eine Neigung zu blau sagt man mir auch gerne nach. Weil ich mich gern auf Daten und Fakten verlasse. Logisch: Da weiß ich, woran ich bin. Dass blau meine Lieblingsfarbe ist und ich sie als Logofarbe für candid (Pantone 2995) gewählt habe, ist also kein Zufall.

Manche Entscheidungen fälle ich aber auch lieber aus dem Bauch heraus. Personalentscheidungen zum Beispiel. Das hat bisher immer sehr gut funktioniert und spricht für meinen Rot-Anteil.

Grün ist meine gefühlte Schwäche. Kann ich, mag ich aber nicht immer. Das weiß jeder, der mich mit Terminplänen und Abgabeterminen konfrontiert. Ich arbeite zuverlässig und liefere mit hoher Qualität, aber eben meist auf den letzten Drücker. Beste Voraussetzungen für einen Krisenkommunikator.

Gelb vermisse ich. Ab und zu. Ein bisschen. Dann blicke ich mit Sehnsucht auf das kreative Chaos und die sprudelnden Ideen, die andere produzieren. Lese, gehe ins Theater, lasse mich von Jazz, Slam und Literatur inspirieren. Deshalb auch die Reise nach Barcelona. Auf der Suche nach mehr Gelb. Und deshalb auch der ganze Strategieprozess. Prozess − womit wir wieder beim Blau wären. Blau und gelb, das sind Komplementärfarben und laut Goethes Farbenlehre die einzigen beiden „reinen“ Farben. Ich gehöre übrigens zu den drei Prozent derjenigen, die laut HBDI in jeder Farbe zuhause sind – sprich vierfach dominant.
In Barcelona empfingen uns blauer Himmel, das blaue Meer und blauer Pool auf dem Hoteldach. Es kann kein Zufall sein, dass die Katalanen die Farbe blau auch „blau“ nennen und nicht etwa „azul“ wie es im Spanischen heißt. Blau, die Farbe der Sehnsucht − die Literaturwissenschaftlerin in mir denkt dabei natürlich auch an die blaue Blume der Romantiker.

Blau und kalt erlebten wir am ersten Abend die Icebar, anschließend die blaue Stunde auf der Strandterrasse des Restaurants Agua, klar: Wasser ist ja auch blau. Am Tag darauf begegneten wir Le Corbusier und Mies van der Rohe. Die Bauhaus-Künstler mit ihren klaren, strengen Linien müssen einen hohen Blau-Anteil gehabt haben. Gaudi hingegen mit seiner verspielten, schnörkseligen Art ordne ich in die Gelb-Fraktion ein. Für Miro war blau die Farbe seiner Träume: „bleu est la couleur de mes rêves.“

Nach drei harmonischen Teamtagen packte uns am Ende ein bisschen der Blues. Schade, dass es so schnell schon wieder vorbei war. Zurück in München empfing uns bayerischer Himmel – weiß und blau! Nun heißt es in den kommenden Wochen und Monaten in unserem Strategieprozess: weiter über den Horizont hinaus blicken, tief in unsere Philosophie eintauchen und Klarheit gewinnen.

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Über Sandra Strüwing

Kommunikatorin und Netzwerkerin aus Leidenschaft. Liebstes Hobby und persönlicher Anspruch: candid communications.

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Am 12. Mai 2014
Von
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Eine Antwort auf "Barcelona − a trip into the blue"

  1. […] muss nicht immer Barcelona sein. So wie vor zwei Jahren, als wir in der katalanischen Hauptstadt Inspiration und Designimpulse gesammelt haben. Auch eine […]

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