Einmal Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen sein

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Printmedien tun sich schwer im Digitalen Wandel zu bestehen, und auch Online-Medien müssen sehen, wo sie bleiben. Denn nur wenige Leser sind bereit, für journalistisch aufbereitete Inhalte zu bezahlen. Was also tun? Die Augsburger Allgemeine will es nun genauer wissen und führt derzeit eine Leserstudie zu ihrem Online-Angebot  im Rahmen einer Masterarbeit durch. Ich war dabei. Und Ihr?

Am 12. Dezember 2013 hatte die AZ ein Zeichen gesetzt und ihre Online-Angebote mit einer Paywall versehen. Seither erhalten Nutzer von www.augsburger-allgemeine.de ein Freikontingent von zehn Artikeln pro Monat. Wer sich registriert, bekommt nochmal zehn oben drauf. Weiterer Content ist nur gegen Bezahlung nutzbar – außer man ist technisch ein wenig versiert und weiß, wie sich die Paywall leicht umgehen lässt.

Lesererfahrungen gefragt

Wer nutzt das Angebot wie? Was liest man online besonders gerne und worauf könnte man gerne verzichten? Was müsste das Medienportal bieten, damit der Nutzer bereit wäre, für das Angebot zu bezahlen? Und was würde man anders machen, wenn man Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen wäre? Das sind Fragen, mit denen Bianca Brien den Erwartungen und Wünschen der Leser auf den Grund geht. Bianca Brien studiert an der Universität Augsburg Medien und Kommunikation und ist freie Mitarbeiterin bei der Augsburger Allgemeinen. Die Studie führt sie im Rahmen ihrer Masterarbeit durch.

Aus erster Quelle erfahren, wie Andere Medien nutzen

Schon aus beruflich bedingter Neugier habe ich gestern daran teilgenommen. Es handelte sich um ein lockeres Gespräch in kleiner Runde. Bianca Brien hatte eine Reihe von Fragen vorbereitet, mit denen sie die Diskussion lenkte. Das Ganze wurde mit einer Kamera aufgezeichnet, was der Studentin die Auswertung erleichtern soll. In ihre Arbeit fließt das Gesagte anonym ein. Ich fand es spannend, aus erster Quelle zu erfahren, wie andere Menschen Medien nutzen. Menschen, die nicht aus meinem direkten Umfeld stammen.

Rund drei Stunden hat mich der Einsatz im Medienzentrum Lechhausen inklusive An- und Abfahrt gekostet. Neben interessanten Einblicken habe ich als kleine Aufwandsentschädigung einen Einkaufsgutschein im Wert von 25 Euro und einen USB-Stick bekommen. Gar nicht schlecht, wenn man an die Honorare freier Mitarbeiter denkt – aber das ist ein anderes Thema.

Mitmachen!

Jedenfalls wünsche ich Bianca Brien, dass sie eine ausreichende Menge an Probanden zusammenbekommt, um eine aussagekräftige Analyse für ihre Masterarbeit schreiben zu können. Und der Augsburger Allgemeinen wünsche ich, dass sie daraus die richtigen Schlüsse für ihre Online-Strategie zieht. Eine Chance für alle, die schon einmal Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen sein wollten. Macht mit und sagt, was euch stört und was Ihr gut findet.

Wer Lust hat, sich an der Leserstudie zu beteiligen, kann sich bei bianca.annemarie.brien@student.uni-augsburg.de melden.

Über Sandra Strüwing

Kommunikatorin und Netzwerkerin aus Leidenschaft. Liebstes Hobby und persönlicher Anspruch: candid communications.

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Am 31. Juli 2015
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