Veranstaltungsraum der W&V Marketing Convention

Mittelstand goes wild: die Marketing Convention 2017 der W&V

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Digitalisierung. Mut. Mittelstand. Das waren die drei Haupakteure der w&v-Veranstaltung am vergangenen Donnerstag. Hier ging es um die zahlreichen Möglichkeiten, die die Digitalisierung den Mittelständlern bietet, um sich im Markt behaupten zu können. Zahlreiche Best Cases aus der Praxis sollten zum Nachmachen und mutig sein inspirieren. Katrin Müller-Hohenstein moderierte die Marketing Convention zum Thema „Mittelstand goes wild“.

Edding setzt auf Nagellack

Die Konkurrenz schläft nicht. Um sich gegen große Konzerne mit hohen Werbebudgets und auch den kleineren Mitbewerbern durchsetzen zu können, braucht es kreative Ideen. Daneben allerdings auch den Mut, diese umzusetzen, um beispielsweise die alten Pfade, die bisher gut funktioniert haben, zu verlassen und sich auf etwas Neues einzulassen. Genau das dachte sich auch Edding. „Jetzt geht es uns zwar noch gut, aber wir wollten uns dennoch eine Nische suchen, in der wir unsere Stärken zeigen können“, sagt Svenja Hahn, die PR-Managerin von Edding. Der Filzer-Hersteller investiert damit in die Zukunft und möchte sich ein zweites Standbein aufbauen.

Ausdruckskraft und Langlebigkeit. Das sind die Stärken der Marke, die sich jetzt auch im neuen Produkt, nämlich dem Nagellack Edding L.A.Q.U.E. wiederfinden sollen. Wer früher schon mal das Vergnügen hatte, mit den Stiften ein Meisterwerk auf die Haut gemalt zu bekommen, kann die Qualitäten der Filzer wahrscheinlich nur bestätigen. J Wer sich den Nagellack kauft, wird sofort das typische Markenzeichen erkennen. Die Flügelklappe, d. h. der Deckel des Nagellacks, entspricht nämlich der Verschlussklappe der Filzstifte. Im Gegensatz zu den anderen Marken setzt der Edding-Nagellack werbetechnisch auf die Powerfrau und nicht das Beauty-Püppchen. Mehr dazu erzählt Eddings CEO Per Ledermann im w&v-Interview.

Das Eventerlebnis im Sporthaus Schuster

Einkaufen soll Spaß machen. Darauf setzt das Sporthaus Schuster. In seinem Stammhaus in München bietet es beispielsweise während der Ladenöffnungszeiten kostenlose Yoga-Kurse für seine Kunden an. „Da wird dann eben kurz der Vorhang zugezogen und auf der Fläche findet für diese eine Stunde kein Verkauf statt“, sagt Konstantin Rentrop, Leiter des Marketings im Hause Schuster. Neben dem Shopping-Erlebnis sei auch ein klares Profil zur Abgrenzung nötig. So findet man bei Schuster alles, was das Bergsport-Herz begehrt, Fußballschuhe sucht man allerdings vergeblich. Und selbstverständlich steht auch hier Social Media im Mittelpunkt der Werbestrategie. So wurden für eine Marketing-Kampagne die eigenen Mitarbeiter in Szene gesetzt: und nicht nur aus beruflicher Perspektive, sondern mit ihren privaten Leidenschaften wie dem Fahrrad fahren und Bergsteigen.

Studiosus setzt auf Individualität

Kataloge werden einmal im Jahr gedruckt und an die Kunden versendet. Nicht so bei Studiosus. Wer sich hier im Reisebüro über eine Reise informiert bzw. sich beraten lässt, erhält im Anschluss einen aktualisierten, eigens für ihn produzierten Katalog. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Studiosus druckt seine Printerzeugnisse auch für die Losgröße eins. Die Reiseartikel werden entsprechend der zuvor besprochenen Reisewünsche und Präferenzen angepasst. Die Kreuzfahrt weicht dann beispielsweise einer Single-Reise über Silvester – eben ganz den Wünschen des Kunden angepasst. Flugzeiten und –gesellschaften (Air Berlin beispielsweise ist ja aktuell vom Markt verschwunden) sind ebenso aktuell wie die Hotelangebote oder Veranstaltungen. Dazu pflegen die Hotelpartner und das Yield Management ihre Daten in eine medienneutrale Datenbank ein. So ist der Katalog immer up to date: mit tagesaktuellen Terminen und Preisen. Und der Kunde erhält das neueste Exemplar – ganz individuell auf ihn zugeschnitten, mit personalisierter Ansprache auf der Titelseite. Studiosus handelt hier ganz im Sinne der Industrie 4.0.

Inspirierende Cases

Neben den drei ausführlich beschriebenen Cases, gab es natürlich noch zahlreiche weitere spannende Vorträge. Themen waren beispielsweise eine Live-Sendung über Facebook Live mit Joko und Klaas für ein Limonadengetränk, WeChat, dem Messenger im asiatischen Raum, für Duty-Free-Shops und ein Streitgespräch zwischen Befürwortern der klassischen Medien und Anhängern der Social-Media-Strategien. Generell ist das Fazit des Streitgesprächs oder nennen wir es lieber Diskussion:

  1. Kenne deine Zielgruppe!
  2. Identifiziere, wo sie sich aufhält!
  3. Versuche sie dort zu erreichen!

Dabei müssen es dann nicht immer die neuen Social-Media-Kanäle sein. Auch die klassischen Werbemaßnahmen wie Prospekte oder TV-Werbung können wrikungsvoll sein.

 

Über Jasmin La Marca

Die Augs(ch)burgerin mit italienischem Migrationshintergrund liebt es, Texte fürs Netz zu schreiben. Bloggen, skypen, twittern und natürlich facebooken: Social Media – *thumbs up* --> gefällt mir

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Am 7. Dezember 2017
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