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Heute schon ein Buch verschenkt?

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Schließlich ist heute der Welttag des Buches. Er geht zurück auf eine katalanische Tradition, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht: In Katalonien feiert man den 23. April Sant Jordi, den Tag des heiligen Georgs, und dort wird er traditionell auch als Tag des Buches und der Verliebten begangen, an dem man Bücher und Rosen verschenkt. Am 23. April 1995 führte dann die UNESCO den Welttag des Buches ein – als Gedenktag für das Lesen, für Bücher, für die Kultur des geschriebenen Wortes und auch für die Rechte der Autoren. Zahlreiche Aktionen rund ums Lesen gibt es an diesem Tag. Natürlich könnt ihr heute auch schon mal euer Bücherregal ausmisten, um Platz für neue zu schaffen, falls ihr welche geschenkt bekommt – vielleicht habt ihr ja katalanische Freunde. 😉 Doch wohin mit den gelesenen Büchern? Eine Möglichkeit wäre es, sie in einem öffentlichen Bücherschrank abzugeben.

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Öffentliche Bücherschränke

Ein öffentlicher Bücherschrank ist eine Art kostenlose Freiluft-Bibliothek, in der jeder Bücher mitnehmen kann oder gelesene Exemplare für andere abstellen kann. In Augsburg gibt es seit 2003 einen solchen öffentlichen Bücherschrank im Hofgarten, ganz in der Nähe vom Dom. Er ist von April bis Oktober tagsüber von 8 bis 21 Uhr geöffnet. Einen weiteren gibt es im Café Himmelgrün. Wer mehr öffentliche Bücherschränke (außerhalb von Augsburg) sucht, wird auf der Seite Openbookcase.org fündig, auf der aktuell mehr als 3.200 Bücherschränke (weltweit) eingetragen sind. Eine schöne Idee ist es auch, ausgemusterte Telefonzellen in öffentliche Bücherschränke umzuwandeln, siehe dazu auch die Übersichtsliste auf Wikipedia mit Bildern.

Bücher freilassen – Bookcrossing

Man kann natürlich ein Buch auch einfach irgendwo liegen lassen, im Zug, auf einer Parkbank, im Café … damit es ein anderer mitnehmen kann. Daraus entstand das Projekt Bookcrossing, eine Art virtuelle Bibliothek, bei der der ursprüngliche Besitzer theoretisch mitverfolgen kann, wo sein Buch gelandet ist. Dazu  registriert er das Buch auf der Internetseite, bevor er es freilässt. Wer es dann findet, kommentiert dies auf der Plattform. Doch weiß man natürlich nicht, ob der Finder Bookcrossing überhaupt kennt und sich die Mühe macht, dort nachzuschauen, ob es sich um ein „freigelassenes“ Buch handelt.

Spenden für Buchbasare

Viel einfacher ist es dagegen, Bücher an Vereine und Organisationen zu spenden, die damit regelmäßig Buchbasare veranstalten und den Erlös für einen guten Zweck verwenden. In Augsburg werden solche Bücherflohmärkte zum Beispiel von Amnesty International, der Kindernothilfe oder dem Rotary Club veranstaltet. Und wer dann wieder Platz im Regal hat, findet auf diesen Buchbasaren selbst meist wieder jede Menge neuen Lesestoff.

Bücherspenden kann man das ganze Jahr über auch zum Sozialkaufhaus Contact in Augsburg e.V. bringen. Dort werden die Second-Hand-Bücher dann günstig weiterverkauft, der Erlös fließt in den Verein. Und ab und zu (auch jetzt wieder am vergangenen Wochenende) gibt es Bücheraktionen, bei denen jedes Buch 10 Cent kostet.

Zum Schluss interessiert mich noch, wer von euch heute ein Buch geschenkt bekommen oder selbst eines verschenkt hat? Gibt es Katalanen unter unseren Lesern? 🙂 Ich freue mich auf eure Kommentare!

Über Andrea Finkel

Die Komma-Queen: begeistert sich für alles, was mit Sprache zu tun hat – auch Grammatik und Rechtschreibung. Komplexe Themen wecken ihren Ehrgeiz.

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Am 23. April 2018
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