Detailansicht von Kamermann und Kamera beim Videodreh in Berlin

Video-Storytelling: Bewegende Momente schaffen

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Ein Video bewegt. Vorausgesetzt es ist gut gemacht. Dazu braucht es keinen Schauspieler wie George Clooney. Die Hauptrolle spielt hier die Geschichte. Wer ist meine Zielgruppe? Was möchte ich erzählen? Welche Protagonisten setze ich dafür ein? Die W-Fragen, die  für einen gelungenen Text gelten, finden auch beim Video ihre Anwendung. Emotionen wecken, den Wissensdurst stillen oder einfach nur Spaß vermitteln. Bewegtbild kann bewegen, wenn die Story stimmt. Nicht zu vernachlässigen: Kameratechnik und Filmdramaturgie. Wacklige und unscharfe Bilder, unpassende Achsensprünge oder ein schlechter Ton machen auch die schönste Erzählung zunichte.

Bilder sind Worte. Der Schnitt ist die Grammatik.

Bilder bewegen Menschen mehr als Worte. Statistiken zur Internetnutzung bestätigen dies: Videos erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Ein Bild sagt eben mehr als tausend Worte. Gezielt eingesetzt, können so Emotionen wie Trauer oder Freude noch einfacher als bei einem Text erzeugt werden. Richtig interessant wird es allerdings bei der Postproduktion eines VideoWerbeplakat in Berlin mit Smoothie-Werbungs. Je nachdem, wie der Cutter die Filmsequenzen aneinander schneidet, kann er bestimmte Rollen positiver oder negativer erscheinen lassen. Nebenrollen mehr Präsenz verleihen als vielleicht ursprünglich vom Kameramann gedacht. Der Schnitt ist ein mächtiges Werkzeug und im Vergleich zum Text ein bisschen wie die Grammatik. Auch hier kann ein nicht gesetztes Komma den Sinn eines Satzes vollkommen verändern. Ein Werbeplakat für einen gesunden Smoothie mit dem Slogan „Nimm das, Schmuddelwetter“ würde ohne Komma den Satz völlig verändern. Die Bedeutung wäre eine andere.

Visuelles Erzählen: Filmen lernen in Berlin

Warum ich euch heute etwas über Videos erzähle? Der Grund ist ganz einfach: Bei candid können wir zwar schöne Texte schreiben, was das Video drehen anbelangt, stecken wir allerdings noch in den Kinderschuhen. Da die Internetnutzer zunehmend Bewegtbild konsumieren – genauere Zahlen findet ihr übrigens bei Andreas Beitrag – wurde es also Zeit, sich tiefer ins Thema einzuarbeiten. Gesagt, getan. Drei spannende Tage an der Berliner Journalistenschule mit dem Seminarleiter Mike Friedrich liegen hinter uns. Filmdramaturgie, Kameratechnik und Postproduktion: Sowohl theoretische Inhalte, als auch praktische Übungen standen auf dem Programm. Wie ich oben bereits erwähnt habe, sind viele Kriterien, die einen guten Text ausmachen, auch auf das Video zu übertragen: Überlegungen zu Story, Protagonisten, Antagonisten, eventuellen Hindernissen und Zielgruppen. Hier konnten wir also auf unsere Erfahrungen im Texten zurückgreifen, schwieriger wurde es dann bei der Technik. Totale, Halbnahe, Detailaufnahme? Wie stelle ich scharf? Was muss ich bei verschiedenen Lichtverhältnissen beachten? Wie pegle ich den Ton richtig aus? All diese Fragen können wir jetzt – nach dem Seminar – problemlos beantworten bzw. anwenden. Der Webvideo-Workshop hat unheimlich viel Spaß gemacht. Sogar die Außenaufnahmen bei eisigen Temperaturen. Jetzt freue ich mich auf die zukünftigen Video-Projekte.

Über Jasmin La Marca

Die Augs(ch)burgerin mit italienischem Migrationshintergrund liebt es, Texte fürs Netz zu schreiben. Bloggen, skypen, twittern und natürlich facebooken: Social Media – *thumbs up* --> gefällt mir

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Am 27. Januar 2017
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Eine Antwort auf "Video-Storytelling: Bewegende Momente schaffen"

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