Außenansicht der Zentrale der Süddeutschen Zeitung

Digital Media Camp 2018: Zeltlager bei der Süddeutschen Zeitung

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Zwei Tage lang schlugen Digital Natives, Journalisten und Interessierte ihre Zelte in der Zentrale der Süddeutschen Zeitung auf. Der Grund? Das Media Lab Bayern hatte zum dritten Digital Media Camp geladen. Unter dem Motto „Barcamp reinvented“ wurde selbstverständlich nicht gecampt, sondern diskutiert, Ideen ausgetauscht und genetzwerkt.

„How to Hüpfburg“ in der SZ-Zentrale

Plastikbausteine und Social-Media-KärtchenBällebad, Spiele-Konsolen und sogar eine Hüpfburg: Die Eingangshalle der Zentrale der Süddeutschen Zeitung im Münchner Osten wurde Barcamp-tauglich gemacht. Unter dem Motto „Barcamp reinvented“ erfuhr das Format einige Neurungen, so wurden u.a. die Sessions schon vorab per Online-Voting festgelegt und nicht – wie üblich bei einem Barcamp – spontan am Veranstaltungsort. Und auch für das Netzwerken hatte sich das Media Lab die „You-Should-Meet-Session“ einfallen lassen. Jeder durfte sich bei der Registrierung ein Kärtchen zu einem Thema wählen, das ihn am meisten interessiert. So gab es beispielsweise Kärtchen zu Social Media, Storytelling, Marketing, Technologie etc.! Die Nummer auf der Rückseite der gewählten Themen wurde dann nach dem Mittagessen entscheidend. Man fand sich an den jeweiligen Tischen mit der passenden Zahl zusammen. Hier war dann Teamwork gefragt, um die Frage zum jeweiligen Thema zu beantworten. Stift und Papier waren dabei nicht nötig. Es wurde gebastelt. Mit Plastikmuttern, -schrauben etc., die man in seiner Goodie Bag fand, steckten die Teams Bilder oder formten Objekte. Die Technologie-Gruppe konnte am Ende beispielsweise eine ansehnliche 3D-Brille zum Aufsetzen präsentieren. Außerdem gab es klarere Formate. So konnte man zwischen Discuss-, Inspire- und Do-it!-Sessions wählen.

Mut zur Lücke

Der neue Facebook-Algorithmus. Zu diesem Thema wurde in vielen Sessions diskutiert. Von „wir machen gar nichts mehr für Facebook. Und investieren keine Zeit mehr“ bis zu „wir können keinen deutlichen Rückgang feststellen. Wir haben schon immer Geld in die Hand genommen, um unseren Posts eine gewisse Reichweite zu verschaffen. So machen wir das eben in Zukunft auch“ konnte man die unterschiedlichsten Meinungen und Ansichten über die Algorithmus-Änderung von Mark Zuckerberg vernehmen. Dieser verkündete Anfang des Jahres in einem Post, Facebook wieder mehr soziale Relevanz zu verleihen und damit zu den Wurzeln des Netzwerks zurückkehren zu wollen. Die Folge: Soziale Beziehungen und lokaler Content werden vom Algorithmus bevorzugt. Beiträge von Unternehmen und Verlage hingegen nur noch seltener im Newsfeed ausgespielt. In Zukunft muss man also für seine Reichweite bezahlen, um wahrgenommen zu werden. Stichwort Facebook Ads. Wie genau der Algorithmus das Facebook-Marketing für Unternehmen und Co. verändert, wird die Zeit zeigen. Oder hat Shruggie ¯\_(ツ)_/¯ hier vielleicht eine Antwort?

In der Session des SZ-Journalisten und Autors Dirk von Gehlen war Shruggie der Haupakteur: Hier ging es um den Mut zur Lücke bzw. um den gelassenen Umgang mit neuen Entwicklungen. Ratlosigkeit sei laut Gehlen kein Nachteil, sondern als Chance zu verstehen. Ganz nach dem Trial-and-Error-Prinzip muss man Dinge ausprobieren und eventuell auch mal scheitern, um am Ende dann vielleicht zur perfekten Lösung zu kommen. Auf den neuen Facebook-Algorithmus bezogen heißt das dann wohl auch testen, wie die organische Reichweite sich entwickelt, eventuell Geld in die Hand nehmen oder eben einen neuen Weg finden, eine Beziehung zu seiner Community aufzubauen. Wie der aussieht. Ich habe (noch) keine Ahnung ¯\_(ツ)_/¯. 🙂

Über Jasmin La Marca

Die Augs(ch)burgerin mit italienischem Migrationshintergrund liebt es, Texte fürs Netz zu schreiben. Bloggen, skypen, twittern und natürlich facebooken: Social Media – *thumbs up* --> gefällt mir

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Am 19. Februar 2018
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