Popcorn im candid-Konferenzraum

Die 30 besten Filme* zu PR, Journalismus, Medien und Werbung

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In unserem Konferenzzimmer flimmerte schon so einiges über den Beamer: Fußball-WM, die Hochzeit von Kate und William, die „Silicon Valley“-Doku mit Claus Kleber. Und das ist nicht alles. Regelmäßig verwandelt sich der Raum ins „candid cinema“. Dann stehen für alle Kolleginnen Filme mit Bezug zu PR, Journalismus, Werbung und den Medien auf dem Programm. Vom Lehrstück zum Aufrüttler bis hin zur reinen Unterhaltung: Alles geht. Inzwischen fällt uns die Auswahl ziemlich schwer. Denn es gibt noch einige Filme, die wir uns ansehen könnten. Spannende, schnulzige, lustige, neue, alte… Hier unsere Liste.

*und auch ein paar Serien

 

Wenn ihr nur Zeit für einen einzigen PR-Film habt, dann möchten wir euch diesen ans Herz legen:

Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt (1997)

Der Film darf auf keiner Liste fehlen. Denn es ist der Klassiker unter den PR-Filmen und für jeden, der in der Medienbranche arbeitet. Ein Politikberater (Robert de Niro) versucht, die Wiederwahl des US-Präsidenten zu retten, indem er mit Hilfe eines Hollywood-Regisseurs (Dustin Hoffman) einen fiktiven Krieg kreiert. Dieser soll die Öffentlichkeit von dem eigentlichen Skandal um den Präsidenten ablenken – was tatsächlich auch gelingt. Der Film zeigt die Rolle der Medien, wenn es darum geht, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Rabenschwarz und absolut sehenswert!

 

Filme über gute PR und die PR-Branche

Die Queen (2006)

Originaltitel: The Queen
Nach dem Tod von Prinzessin Diana im Jahr 1997 ringt die britische Königin Elisabeth II. (Helen Mirren) mit ihrer Reaktion auf die darauf folgenden, unvorhersehbaren Ereignisse. Es ist eine Geschichte von richtigem Krisenmanagement: Zwei Lager mit unterschiedlicher Medien-Kommunikation – einerseits die Royals, andererseits der erst kürzlich ins Amt gekommene Premierminister Tony Blair (Michael Sheen). Wie präsentiert man der Öffentlichkeit den Tod der Prinzessin? Der Film begleitet das PR-Team bei der schwierigen Aufgabe – Krisen-PR vom Feinsten.

Jersey Girl (2004)

Die PR ist eine Hochdruck-Branche, in der man nonstop gefordert ist. Das erlebt auch der PR-Manager Ollie Trinke (Ben Affleck), der schon am Anfang des Films erst seine Nerven in einer wichtigen Pressekonferenz verliert – und dann seinen Job. Als auch noch seine Frau stirbt, ist im Handumdrehen das karrierebewusste Yuppieleben vorbei. Natürlich darf ein bisschen Romanze nicht fehlen. Und ein Happy End, als Ollie zum Schluss wieder zu alter Form zurück findet.

Hankcock (2008)

PR für einen Superhelden (Will Smith), der säuft, Unfälle baut und sich auch sonst ziemlich daneben benimmt? Kein Problem für Ray (Jason Bateman), einen PR-Mann aus Leidenschaft: Mit viel Geduld bringt er Hancock die feine Kunst von Reputationsmanagement bei, wie man die Basis für sich gewinnt und eine Kampagne für Corporate Social Responsibility führt.

Thank You For Smoking (2005)

Der Film folgt dem glatten Lobbyisten Nick Naylor (Aaron Eckhart). In seiner Funktion als Vizepräsident und Pressesprecher des „Forschungszentrum für Tabakstudien“ gibt er den Aussagen der Tabakindustrie zu Gesundheitsfragen einen positiven Charakter. Der Film zeigt einen fähigen Spin-Doktor, der die Gesundheitsrisiken von Rauchen nicht abstreitet und gleichzeitig die Zigaretten-Hersteller auch in den schwierigsten Situationen noch professionell verteidigt – selbst trotz wider besseren Wissens.

Nicht auflegen! (2002)

Originaltitel: Phone Booth

Der schnöselige Stuart Shepard (Colin Farrell) steht in einer Telefonzelle, nimmt ein Gespräch entgegen, und eine Stimme sagt: „Wenn du auflegst, bist du tot.“ Gleichzeitig sieht Stuart den roten Punkt eines Laserzielsuchers auf seiner Brust. Ok, es wird nur am Anfang des Films erwähnt, dass Stu Shepard Publizist ist. Andererseits handelt der ganze Film von einem Publizisten – daher darf der Film mit auf die Liste.

Im inneren Kreis (2002)

Originaltitel: People I know

Der New Yorker PR-Berater Eli Wurman (Al Pacino) hat schon bessere Zeiten gesehen. Als sein letzter großer Kunde in einen riesigen Skandal verwickelt wird, bekommt er alle Hände voll zu tun – und muss in dem Netz von Intrigen und Skrupellosigkeit der New Yorker High Society nicht nur um seine Karriere, sondern auch um sein eigenes Leben fürchten.

Jerry Maguire – Spiel des Lebens (1996)

OK, über Sportagenten allgemein und Tom Cruise im speziellen kann man denken, was man will. Und vielleicht funktioniert der Film heute nicht mehr (ich habe ihn zum letzten Mal vor vielen Jahren gesehen). Aber mit „SHOW ME THE MONEY!“ und „You had me at hello“ hat er sich in der Erinnerung einfach festgesetzt. Und ganz ehrlich: Wenn es darum geht, sich die Loyalität der Kunden zu verdienen, hart für sie zu arbeiten und sie in die richtige Richtung zu pushen, zeigt der Film durchaus einige Fertigkeiten, die sich auf die PR übertragen lassen.

 

Filme über Print-Journalismus

Die Unbestechlichen (1976)

Originaltitel: All the President’s Men

Der Polit-Thriller begleitet die beiden Reporter der „Washington Post“, Bob Woodward (Robert Redford) und Carl Bernstein (Dustin Hoffman), als sie die Details des Watergate-Skandals aufdecken, der schlussendlich zum Rücktritt von Präsident Richard Nixon führte. Mit einigen brauchbaren Tipps für Krisen-PR.

Schlagzeilen (1994)

Originaltitel: The Paper

Henry Hackett (Michael Keaton) ist der ehrgeizige Redakteur einer New Yorker Boulevardzeitung, der kaum noch Zeit für seine schwangere Frau – eine seiner ehemaligen Reporterinnen – aufbringt. Da kommt das Jobangebot für ein Konkurrenzblatt genau richtig. Doch eine heiße Geschichte fordert von Henry schon bald eine schwere Entscheidung…

Reporter der Liebe (1958)

Originaltitel: Teacher’s Pet

Für James Gannon (Clark Gable), den hartgesottenen Redakteur einer New Yorker Zeitung, ist eine Universitätsausbildung für Journalisten verschwendete Zeit. Die Dozentin Erica Stone (Doris Day) fordert ihn daraufhin zu einem Besuch ihrer Vorlesung auf. Als er feststellt, dass sie entgegen seiner Vorstellung attraktiv und charmant ist, ändert er seine Meinung.

Dein Schicksal in meiner Hand (1957)

Originaltitel: Sweet Smell of Success

Im Jahr 1993 entschied das “National Film Registry” der Library of Congress in Washington, dass der 1957 erschienen Film „kulturell, historisch oder ästhetisch“ bedeutend ist. Darin geht es um die Beziehung zwischen einem New Yorker Klatschreporter J. J. Hunsecker (Burt Lancaster) und seiner jüngeren Schwester Susan (Susan Hunsecker), die sich in einen mittellosen Jazzmusiker verliebt. Der schmierige und skrupellose Journalist Sidney Falco (Tony Curtis) soll die beiden um jeden Preis auseinanderbringen. Interessant: die Darstellung der – heute noch relevanten – engen Beziehung zwischen Journalismus und PR.

Citizen Cane (1941)

Was bedeutet „Rosebud“, das letzte Wort, das Multimillionär und Medienmogul Charles Foster Kane (Orson Welles) an seinem Sterbebett spricht? Reporter Jerry Thompson (William Alland) will um jeden Preis das letzte Geheimnis des ehemals mächtigsten Mannes der Welt lüften. Vorbild für die Figur des Foster Kane war übrigens der amerikanische Verleger und Medien-Tycoon William Randolph Hearst. Dieser war nicht sehr glücklich mit seiner Darstellung und versuchte, die Veröffentlichung des Films durch eine Medienkampagne zu verhindern.

 

Filme über die Macht der Worte

In dieser Kategorie gibt es jede Menge Filme – hier unsere Auswahl (die wir gerne mit euren Vorschlägen ergänzen):

Genius – Die tausend Seiten einer Freundschaft (2016)

Wir wissen, was für ein Biest die Sprache sein kann. So geht es auch der Hauptfigur des Films, dem Verlagslektor Max Perkins (Colin Firth), der 1929 das 1.000 Seiten lange Manuskript des Nachwuchsschriftstellers Thomas Wolfe (Jude Law) vorgelegt bekommt. Ein tolles Literaturdrama über die bewegte gemeinsame Geschichte der beiden Männer.

Trumbo (2015)

1947 war Dalton Trumbo (Bryan Cranston) der gefragteste Drehbuchautor Hollywoods – bis er und andere Künstler für ihre politischen Überzeugungen ins Gefängnis geworfen und auf die schwarze Liste gesetzt wurden. Das Biopic zeigt die Lebensgeschichte eines Opfers der Kommunistenjagd in der Traumfabrik, die Diskriminierung, Ungerechtigkeit und vor allem die Konsequenzen der Hexenjagd für das Berufs- und Privatleben des Protagonisten.

Der Dieb der Worte (2012)

Originaltitel: The Words

Noch ein Film, in dem Worte die Hauptrolle spielen: Nämlich die, die der junge Schriftsteller Rory Jansen (Bradley Cooper) einem anderen Mann gestohlen hat und damit endlich den lang ersehnten Erfolg hat. Doch auch er ist nicht der, von dem der Zuschauer denkt, dass er ist. Die Handlung ist komplex und verschachtelt, aber wer sich daran nicht stört und Rückblicke ins Paris der 1940er-Jahre mag, dem wird der Film gefallen.

Bobby (2006)

In der Geschichte vom Attentat auf den US-Senator Robert F. Kennedy am frühen Morgen des 5. Juni 1968 und wie 22 unterschiedliche Menschen damit umgehen, dreht es sich nur am Rande um PR und Medienarbeit. Empfehlenswert ist der Film trotzdem: Mehrfach darf Kennedy ans Rednerpult treten – eine gute Anleitung für Redenschreiber. Wem das nicht reicht, kann auf der Seite des John F. Kennedy Presidential Library and Museum noch weitere nachlesen.

 

Filme über Werbung

The Greatest Movie Ever Sold (2011)

Ein Dokumentarfilm über Branding, Werbung und Product Placement – finanziert von Brands, Werbung und Product Placement. Mit Humor demaskiert der Film den Marketing-Prozess und zeigt, was bei Pitches und Marketing-Präsentationen hinter verschlossenen Türen abläuft. Regisseur ist übrigens Morgan Spurlock, bekannt durch „Super Size Me“ (2004).

The Joneses (2009)

Eine scheinbar perfekte Familie Jones (Demi Moore, David Duchovny, Amber Heard, Mick Jones) zieht in eine neue Stadt. Schon bald werden die vier von der gesamten Nachbarschaft verehrt – und beneidet. Tatsächlich handelt es sich um eine ausgeklügelte Marketing-Strategie, um verschiedene Luxus-Produkte in der Nachbarschaft einzuführen und deren Verkaufszahlen zu steigern.

39,90 (2007)

Originaltitel: 99 francs

Der extravagante Designer Octave Parango (Jean Dujardin) arbeitet in einer renommierten Pariser Werbeagentur. Als er es satt hat, in der von ihm kreierten Scheinwelt zu leben und ständig seine Ideen vor Kunden und mittelmäßigen Managern verteidigen zu müssen, setzt er alles auf eine Karte: gefeuert werden und eine üppige Rente kassieren.

Der Windhund und die Lady (1947)

Originaltitel: The Hucksters

Kriegsveteran und Marketing-Ass Victor Albee Norman (Clark Gable) möchte zurück in die Werbebranche zu einem gutbezahlten Job. Um beim Chef der New Yorker Agentur seiner Wahl zu punkten, muss er die Kriegswitwe Kay Dorrance (Deborah Kerr) als Botschafterin für eine Markenseife gewinnen. Als er sich in sie verliebt, gerät er in Gefahr, materieller Vorteile wegen seinen Überzeugungen untreu zu werden. Wem die Liebesgeschichte nicht zu altbacken ist, erhält einige hellsichtige Einblicke in die frühen Tage der Werbeindustrie.

 

Filme über TV-Journalismus

Der Moment der Wahrheit (2015)

Originaltitel: Truth

Dieser Film lief erst kürzlich in unserem „Konfi“: In diesem Newsroom-Drama nach einer wahren Geschichte geht es um den Hintergrund des investigativen Berichts, der 2004 auf dem US-amerikanischen Sender CBS in der Nachrichtensendung „60 Minutes“ lief: Die Fernsehjournalisten Mary Mapes (Cate Blanchett) und Dan Rather (Robert Redford) enthüllen, wie Präsident George W. Bush vermied, als Soldat nach Vietnam gehen zu müssen, indem er die politischen Verbindungen seines Vaters nutzte – Fakt oder Fake? Die Affäre wurde als „Killian Documents Controversy“ oder „Rathergate“ bekannt und kostete die beiden Journalisten ihre Jobs. Wer sich selbst eine Meinung machen möchte: Mary Mapes veröffentlichte ihre Berichte unter dem Titel „Truth and Duty: The Press, the President, and the Privilege of Power“.

Frost/Nixon (2008)

Im Sommer 1977 lässt sich Ex-Präsident Richard Nixon (Frank Langella) auf eine exklusive Reihe von Fernsehgesprächen mit dem britischen Talkshow-Moderator David Frost (Michal Sheen) ein. Dramatisch erzählt der Film von den faszinierenden Redeschlachten drei Jahre nach dem Rücktritt von Nixon. Ein großartiges Beispiel dafür, wie wichtig Sprech- und Medientraining ist – für die richtigen Worte, Gesten und Formulierungen.

Broadcast News – Nachrichtenfieber (1987)

Ein fesselnder Blick auf die Welt der Fernsehnachrichten und deren Ethik. Man nehme zwei männliche, talentierte Fernsehreporter (William Hurt und Albert Brooks), die im Wettbewerb miteinander stehen. Füge eine weibliche Produzentin (Holly Hunter) hinzu. Und beobachte, was sich aus dem explosiven Mix entwickelt. Die Funken fliegen zwischen den drei Protagonisten, während der Sender sich auf große Veränderungen vorbereitet.

Network (1976)

In den 1970er-Jahren sind Berichte über terroristische Gewalt das Brot und Butter der abendlichen Nachrichtensendungen und der Sender UBS Television Network verändert sich zusehends. Als der in die Jahre gekommene Nachrichtensprecher Howard Beale (Peter Finch) wegen sinkender Quoten gefeuert wird, reagiert dieser wütend – und vor laufender Kamera. Der Sender möchte den „zornigen Propheten“ daraufhin für seine Zwecke nutzen. Der Film hinterfragt, wie weit Medienunternehmen für die Quote gehen dürfen.

 

Filme über Social Media, das Internet und die Zukunft von PR

Wovon träumt das Internet? (2016)

Originaltitel: Lo and Behold, Reveries of the Connected World

Das Internet gibt der PR die Möglichkeit, einem noch breiteren Publikum eine Geschichte zu erzählen. Von daher haben wir auch diesen Dokumentarfilm von Werner Herzog auf unserer Liste. Der Film betrachtet die Anfänge des Internets und erforscht, welche Rolle der Mensch in der digitalen Welt spielt. In kurzen Episoden werden Themen wie das Internet der Dinge, künstliche Intelligenz und die Marsbesiedlung aufgegriffen.

The Social Network (2010)

Als PR-Profi kommt man um Facebook nicht herum. Der Kreis schließt sich, denn glaubt man dem Film, wurde die Urversion des Netzwerks erst durch PR bekannt – durch Artikel in der Studentenzeitung von Harvard. Der Film erzählt von der großen Unternehmer-Erfolgsgeschichte Mark Zuckerbergs, immer mit Bezug auf digitale Medien und die eher traditionellen PR-Geschichten.

 

Filme über politische PR

The Ides of March – Tage des Verrats (2011)

Stephen Meyers (Ryan Gosling) ist ein junger Idealist, brillanter Kommunikator und Wahlkampfstratege. Gemeinsam mit Kampagnenmanager Paul Zara (Philip Seymour Hoffman) führt er das Team von Gouverneur Mike Morris (George Clooney) durch die Primaries. Doch während der Kampagne muss der begabte Lobbyist und PR-Mann erfahren, dass die Dinge sehr schmutzig werden für die, die verzweifelt nach politischer Macht streben.

Mit aller Macht (1998)

Originaltitel: Primary Colors

Vertuschungen in den Medien, Krisen-PR und jede Menge schmutzige Wäsche: Der Film seziert gekonnt, was die politische Elite von PR hält. Gouverneur Jack Stanton (John Travolta) will für das Amt des US-Präsidenten kandidieren. Dafür nimmt er in Kauf, auf jedes Privatleben zu verzichten und der Öffentlichkeit eine Show zu bieten, damit er überhaupt wahrgenommen wird. Dass der beschriebene Politiker und dessen Frau niemand anders als Bill und Hillary Clinton sein können, wird schon durch die optischen Parallelen schnell klar.

Bill McKay – Der Kandidat (1972)

Originaltitel: The Candidate

Der kalifornische Anwalt Bill McKay (Rober Redford) kämpft für den kleinen Mann. Als er sich auf Bitten der etablierten Politiker für die demokratische Partei aufstellen lässt, stellt er eine Bedingung: Er will sagen können, was er für richtig hält. Sein Berater Marvin Lucas (Peter Boyle) stellt ein hartes Wahlkampfprogramm auf. In dem Film geht es um all das, was PR ausmacht, nämlich eine gute Geschichte zu kreieren: mit wenig Ausgangsmaterial, wenigen Details und viel Engagement.

 

Fernsehserien

Designated Survivor (2016- )

Primär geht es in der Serie um den neuen amerikanischen Präsidenten Tom Kirkman (Kiefer Sutherland), der zu seinem Amt wie die Jungfrau zum Kind gekommen ist – und versucht, daraus das Beste für seine Familie und sein Land zu machen. Auch wenn PR- und Medienstrategien nur oberflächlich angekratzt werden: Mir hat die Serie gefallen, deshalb kommt sie auf die Liste – nicht zuletzt wegen der Frage, inwieweit der Präsident die Medien für seine Zwecke einspannen darf. Und natürlich wegen des sympathischen Redenschreibers, der sich bald als Pressesprecher im West Wing wiederfindet und seine Beziehung zur Presse noch definieren muss.

A propos West Wing:

The West Wing – Im Zentrum der Macht (1999-2006)

In Anbetracht der aktuellen Ereignisse ist es sogar noch interessanter, diese Serie anzuschauen: Das TV-Drama wird als das realistischste Portrait des Weißen Hauses und seines Innenlebens gehandelt. CJ Cregg (Allison Janney) spielt darin einen sehr talentierten Pressesprecher, der sich nicht aus der Fassung bringen lässt und immer für knackige Einzeiler gut ist. Und auch sonst zeigt die Serie einiges wissenswertes über die Kommunikationsprofis und wie Wörter die Nachricht machen – und nicht andersherum. Vom Pressesprecher über den Redenschreiber bis zum Kommunikationsleiter, der alles zusammenhält: Die Serie zeigt, wie die Kommunikationsverantwortlichen mit Geschick, Grips und Leidenschaft PR-Kampagnen und eine Botschaft an die Öffentlichkeit senden, die funktioniert.

Mad Men (2007-2014)

Auch wenn die Geschichte um eine Werbeagentur in einer viel früheren Ära angesiedelt ist (1960er-Jahre), zeigt sie viele Szenarien, die sich so auch heute noch ereignen: Diskussionen zwischen Kunden und Werbefachleuten, Pitches und die zwischenmenschliche Dynamik in Agenturen.

Absolute Power (2000-2005)

Die britische Comedy-Serie spielt in den Räumlichkeiten der Blue-Chip-PR-Agentur Prentiss McCabe. Die beiden Chefs Charles Prentiss (Stephen Fry) und Martin McCabe (John Bird) bespielen die gesamte PR-Klaviatur – von kommerzieller zu Persönlichkeits-PR – um politische Kommunikation ebenso wie Medienarbeit für Promis zu bewerkstelligen. Ihre Fähigkeit zu manipulieren wird oft auf die Probe gestellt, wenn sie sich wieder einmal im Konflikt mit politischen Parteien, Zeitungsredakteuren oder Promis finden. Das Credo des skrupellosen Paars: „spin is dead, long live PR“. ’nuf said.

 

Über Elke Brown

Kommunikative Kontakterin, kreative Texterin und Frau für alles Technische bei candid communications. InDesign-, WordPress- und Pixelwelten-Fan.

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Am 24. Februar 2017
Von
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2 Antworten auf "Die 30 besten Filme* zu PR, Journalismus, Medien und Werbung"

  1. Andrea sagt:

    Mir fällt spontan ein Film ein, der gleich in zwei Kategorien passt (Werbung und politische PR) und außerdem eine nette Abwechslung zu den sonst recht US-amerikanisch-lastigen Filmen ist: „No!“ (2012), ein Film des chilenischen Regisseurs Pablo Larraín mit einem wunderbaren Gael Garcia Bernal in der Hauptrolle. Er zeigt, wie Augusto Pinochet mithilfe einer Werbekampagne Ende der 80er Jahre entmachtet wurde. Der wäre doch auch mal was für unser „candid cinema“, oder?

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