Bettruhe-Studie

Völlig schwerelos – candid bewirbt sich für Bettruhe-Studie

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Hatte Major Tom zu viel Wasser im Kopf, als er in seiner Blechdose hoch über der Erde schwebte und die Verbindung zur Ground Control verlor? Das möchte wohl auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gerne wissen, denn es sucht Teilnehmer für eine 30-Tage-Bettruhe-Studie, um „Effekte der Schwerelosigkeit auf die Bewegung und Verteilung von Flüssigkeiten im Gehirn und den Augen zu erforschen.“ 30 Tage Bettruhe – da wären wir von candid natürlich gerne mit dabei – und zwar alle. Hiermit bewerben wir uns um den Job!

Liebes DLR-Team, wir erfüllen alle Ihre Voraussetzungen in Bezug auf Alter, Größe und BMI. Wir sind gesund und rauchen nicht. Und wir sind zu fünft, das heißt Sie bekämen auf einen Schlag fünf hochmotivierte und äußerst qualifizierte Teilnehmer für Ihre Studie. Und mehr noch: Wir könnten Sie auch bei Ihren Kommunikationsaufgaben unterstützen – gleichzeitig, während wir für die Studie im Bett liegen. Es ist doch sicher möglich, vom Bett aus am Laptop zu arbeiten? Eine gute Internetverbindung und Telefon stellen Sie uns doch sicher auch zur Verfügung, nehme ich an.

Dann hebt er ab und
Völlig losgelöst
Von der Erde
Schwebt das Raumschiff
Völlig schwerelos


Auf diese Weise könnten wir auch weiterhin für unsere Kunden tätig sein. Denn die würden nur ungern für zwei Monate auf unsere Leistungen verzichten wollen. Sollten auch Sie einige dieser Leistungen in Anspruch nehmen möchten, steht dem nichts mehr im Wege. Wir wären dann ja schon bei Ihnen vor Ort und könnten Sie aus nächster Nähe unterstützen. Natürlich wären diese Dienste nicht mit der Aufwandsentschädigung in Höhe von 10.000 Euro für die Teilnahme an der Bettruhe-Studie abgegolten. Doch keine Sorge: Unser Honorar für PR-Dienstleistungen bewegt sich nicht in galaktischen Höhen. Sollen wir Ihnen ein Angebot machen?

Effektivität
Bestimmt das Handeln
Man verlässt sich blind
Auf den andern

Wenn wir während der Bettruhe geistig aktiv sind, hat das für Ihre Studie einen weiteren Vorteil: Die Astronauten können während ihrer Raumfahrt schließlich auch nicht nur vor sich hindösen, sondern müssen höchstkonzentriert an ihrer Mission arbeiten. Ein Proband, der nur faul im Bett liegt, verfälscht da doch die Ergebnisse.

Hallo Major Tom
Können Sie hören
Wollen Sie das Projekt
Denn so zerstören?
Doch, er kann nichts hören
Er schwebt…


Sehen Sie. Wir wissen ja, wie es mit Major Tom endete: Er wurde zum Junkie und schwebt immer noch zugedröhnt oben im Weltall herum. Schafft es nicht mehr herunterzukommen. Ganz anders als @Astro_Alex, von dem wir große Fans sind. Auch die Abenteuer von @ESA_Rosetta und @philae2014 haben wir verfolgt.

Wissenschaftliche
Experimente
Doch was nützen die
Am Ende
Denkt sich Major Tom

Ein wenig Sorge bereitet uns die Sechs-Grad-Kopftieflage unter Einfluss erhöhter CO2-Atmosphäre, in welche Sie die Studienteilnehmer versetzen, um Sehstörungen aufgrund eines erhöhten Hirndrucks (VIIP-Syndrom:  Visual Impairment and Intracranial Pressure) zu untersuchen. Eine erhöhte Konzentration von CO2 ist für den Menschen zwar nicht giftig, aber es kann zu Kopfschmerzen und Bewusstlosigkeit führen, im Extremfall sogar zum Tod. Darunter würde dann womöglich unsere Arbeit leiden … Vielleicht sollten wir uns doch darauf beschränken, Ihnen unsere Unterstützung in der Kommunikationsarbeit anzubieten? Wir freuen uns auf Ihre Antwort.

Über Andrea Finkel

Die Komma-Queen: begeistert sich für alles, was mit Sprache zu tun hat – auch Grammatik und Rechtschreibung. Komplexe Themen wecken ihren Ehrgeiz.

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Am 15. Februar 2017
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