Manchmal dürfen wir raus … Abwechslung vom Büroalltag

candid on tour Kommentare (0)

Was unseren Alltag in der PR-Branche auszeichnet, darüber haben schon meine Kolleginnen Elke und Jasmin hier berichtet. Natürlich beherrschen E-Mails, Telefonate, Schreiben, Recherchieren etc. den Büroalltag. Klingt langweilig? Ist es nicht, denn spannend wird’s durch die Themen, Spaß haben wir durch nette Kundenkontakte (wir haben wirklich nur nette Kunden – andere wollen wir gar nicht) und Abwechslung haben wir durch die unterschiedlichsten Außeneinsätze, zu denen wir ab und zu dürfen.

„Was machen Sie beruflich?“ wurde ich neulich beim Arztbesuch gefragt. Da nicht jeder was mit PR anfangen kann, füge ich in solchen Fällen immer noch erklärend hinzu, dass es ein Bürojob ist, bei dem ich viel am PC sitze. Wer weiß, vielleicht muss der Arzt das ja wissen, um eventuelle Wehwehchen einordnen zu können. Dabei gibt es durchaus Gelegenheiten, zu denen auch wir PR-Leute raus dürfen, sei es zum Kundenmeeting, zur Vor-Ort-Recherche, einem Interview oder zu besonderen Events, die wir für unsere Kunden begleiten dürfen.

Messebesuche

Dem Feldhäcksler in die Eingeweide schauen

Dem Feldhäcksler in die Eingeweide schauen

Ein Klassiker sind natürlich auch Messen, wobei die ziemlich anstrengend und unterschiedlich spannend sein können. Mein absolutes Highlight war die Agritechnica, zu der ich vor einigen Jahren durfte: Riesige Traktoren, Feldhäcksler, Mähdrescher, Rübenroder und andere Monstermaschinen gab es dort zu sehen. Obwohl ich absolut kein Technik-Freak bin, war ich fasziniert und schwer beeindruckt. Ähnlich ging es mir zwei Jahre später auf der BAUMA: Kräne, soweit das Auge blickt, und gigantische Muldenkipper, die mit ihren Vorführungen die Besucher in ihren Bang zogen. Eine Zeitlang besuchte ich auch regelmäßig die CeBIT – das Langweiligste, was ich je an Messen erlebt habe. Das lag wohl daran, dass ich vor allem in den Software-Hallen unterwegs sein musste, und da gibt es einfach nichts zu sehen. Seitdem ich bei candid arbeite, blieb ich davon zum Glück verschont!

Mit dem Hybridzug auf der Staudenbahn

Blick aus dem Führerhaus

Blick aus dem Führerhaus

Bei unseren Außeneinsätzen gibt es immer wieder kleine Perlen, über die wir uns besonders freuen. So durfte ich vor kurzem unseren Kunden Rolls-Royce Power Systems bei einer Testfahrt mit seinem Hybridzug begleiten. Der auf der Innotrans vorgestellte neue Triebwagen wurde in den vergangenen Wochen auf der Staudenbahn getestet. Die Techniker an Bord führten alle möglichen Messungen durch, um den Zug in den verschiedenen Fahrmodi auf Herz und Nieren zu prüfen. Und ich schaute mir die Strecke vom Führerhaus aus an und lernte dank der auskunftsfreudigen Zugführer so ganz nebenbei, was all die Signale an der Bahnstrecke bedeuten. Sogar fürs Hupen gibt es Signale! Und es wurde laufend gehupt, denn auf der Strecke gibt es viele unbeschrankte Bahnübergänge. Dabei zeichnet sich der Zug doch eigentlich für seinen leisen Motor und lautloses Ein- und Ausfahren in bzw. aus dem Bahnhof aus.

Hybridzug auf der Staudenbahn

Hybridzug auf der Staudenbahn

Um voll in diesen Genuss zu kommen, sollte man ihn nach dem Test wohl besser auf einer Strecke einsetzen, die quasi hupfrei zu befahren ist. Es war auf alle Fälle ein toller Tag, auch wenn ich bei den Geräuschtests, bei der wir uns das Anfahren des Zuges auf freier Strecke außerhalb des Zuges angehört haben, sehr gefroren habe, weil es eisig kalt war.

Rundgang auf dem Ziegelhof

Ziegelhof-Rundgang mit Blick übers Gelände

Ziegelhof-Rundgang mit Blick übers Gelände

Schön warm war es dagegen letzten Herbst bei einem Besuch des Ziegelhofs, dem neuen Therapiezentrum des Bunten Kreises Augsburg. Der Anlass: ein Interview mit dem Ehepaar Wolf, die mit der Bäckerei-Wolf-Stiftung die Küche für das Elterncafé finanzierten. Zuerst gab es einen Rundgang über das Gelände, den Stall, die Therapiehalle und zu den Tieren, die in der tiergestützten Therapie zum Einsatz kommen und die schon ins neue Therapiezentrum umgezogen waren: Pferde, Ponys, Esel, Alpakas, Schafe und Ziegen. Die Enkel der Wolfs waren mit dabei und es war herrlich zu sehen, wie sie sich freuten, die Tiere zu streicheln, auf dem Esel zu reiten und ihn auf die Weide zu führen. Am liebsten wäre ich mit ihnen bei den Tieren im Stall geblieben, aber ich musste ja noch das Interview führen. Das lief dann aber auch sehr entspannt, bei Kaffee und Kuchen im neuen Elterncafé, und ich war sehr angetan, aus welch tiefer inneren Überzeugung Erni und Rainer Wolf seit zwanzig Jahren die Arbeit des Bunten Kreises unterstützen.

Tourtag mit der Augsburger Puppenkiste

High Five, Zornibold! Auf Tuchfühlung mit den Kistenkobolden

High Five, Zornibold! Auf Tuchfühlung mit den Kistenkobolden

Unseren Kunden Papilio unterstützen wir bei der Pressearbeit zu ihrer Aufklärungskampagne zur frühen Prävention. Das heißt konkret: Tourtage mit der Augsburger Puppenkiste, bei denen Paula und die Kistenkobolde vor Hunderten von Kindergartenkinder auftreten. Zwei Mal schon durfte ich bei so einer Aufführung zusehen, und das Schönste daran war immer, wenn sich die Kinder am Ende der Vorstellung von den Marionetten verabschieden, ihnen behutsam die Hände reichen oder sie auch mal vorsichtig in den Arm nehmen.

Ihr seht also: PR-Alltag kann ganz schön abwechslungsreich sein! Vielleicht sollte ich beim nächsten Arztbesuch als Erklärung hinzufügen: Ich klettere auf Rübenroder, beobachte Zugführer beim Hupen, streichle Esel und gehe mit der Puppenkiste auf Tournee. Das Bild von PR wird sich schlagartig ändern, zumindest bei den Ärzten, aber wer weiß, nach welchen Krankheiten sie dann suchen werden …

Über Andrea Finkel

Die Komma-Queen: begeistert sich für alles, was mit Sprache zu tun hat – auch Grammatik und Rechtschreibung. Komplexe Themen wecken ihren Ehrgeiz.

» candid on tour » Manchmal dürfen wir raus …...
Am 9. März 2015
Von
, , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte bestätige, dass du kein Spammer bist: *

« »