Hände, die eine SMS tippen.

25 Jahre simsen: Alles Gute nachträglich!

Pinnwand Kommentare (4)

Da haben wir ihn doch Anfang der Woche glatt verpasst: den 25. Geburtstag der SMS. Mag wohl daran liegen, dass die Konkurrenz wie WhatsApp, Facebook Messenger und Co. mittlerweile eher im Zentrum unserer Aufmerksamkeit liegen. Dennoch möchte ich noch einige Zeilen dem Short Message Service (SMS) widmen. Denn – bedingt durch zwei Kolleginnen, die sich WhatsApp verweigern – schreibe ich hin und wieder auch heute noch die eine oder andere SMS.

Merry Christmas

Alles begann mit einem „Merry Christmas“ am 3. Dezember 1992. Der  Computer-Techniker Neil Papworth verschickte die Nachricht an den Vodafone-Mitarbeiter Richard Jarvis via Computer, da das Handy zur damaligen Zeit noch über keine Tastatur verfügte. Später war es dann auch möglich, von Mobiltelefon zu Mobiltelefon kurze Texte zu verschicken. Die SMS wurde immer beliebter. Trotz einer Begrenzung von 160 Zeichen und einem Unkostenbeitrag von ca. 20 Cent(!) pro SMS. Damit auch wirklich alles in möglichst eine SMS passte, musste eben abgekürzt werden: Hdl, Gute N8, CU etc.

Kommunikationsform SMS: Ein Auslaufmodell

Ab dem Jahr 2000 stieg die Anzahl der verschickten Text-Nachrichten stetig an und erreichte 2012 ihren Höhepunkt. 59,8 Milliarden SMS wurden in Deutschland verschickt. Seit 2013 befindet sie sich im freien Fall. Dies liegt vor allem an der Konkurrenz wie dem Kurznachrichtendienst WhatsApp. Hierüber kann man kostenlos Texte, Videos und Bilder versenden. Betrachtet man das Jahr 2015, wurden in Deutschland schätzungsweise rund 40 Millionen Nachrichten pro Tag verschickt. Bei WhatsApp hingegen 667 Millionen. Natürlich haben sich die Telefonanbieter diesem Trend angepasst und eine SMS-Flat ist mittlerweile in jedem Handy-Vertrag automatisch integriert. Nur nutzt man diese einfach nicht mehr – ich zumindest nicht. Außer natürlich, um mit meinen WhatsApp-Verweigerern in Kontakt zu treten. 🙂

Wie sieht das bei euch aus? Nutzt ihr die SMS noch? Ich bin gespannt, ob wir ihr auch noch zum 50. Geburtstag gratulieren dürfen. Aber wie sagt man so schön: Totgesagte leben länger. Und außerdem soll es dieses Fax ja auch noch geben. 😉

Über Jasmin La Marca

Die Augs(ch)burgerin mit italienischem Migrationshintergrund liebt es, Texte fürs Netz zu schreiben. Bloggen, skypen, twittern und natürlich facebooken: Social Media – *thumbs up* --> gefällt mir

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Am 6. Dezember 2017
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4 Antworten auf "25 Jahre simsen: Alles Gute nachträglich!"

  1. Elke sagt:

    Ich benutze tatsächlich auch noch SMS. Und zwar, um mit meinen Threema-Verweigerern in Kontakt zu treten. 😉

    Und ich kriege darüber Updates von meinem Motorrad-Shop zugeschickt, den Schlosscode beim Bike-Sharing oder meine Handy-TAN. Bin also wenn dann eher SMS-Konsument als Erzeuger. Als kleinster gemeinsamer Nenner bei den vielen verschiedenen Instant-Messengern ist es aber ganz praktisch. Denn eine SMS kann man jedem schicken. Auch ohne vorher nachzufragen, ob er lieber WhatsApp hat, iMessage oder gar ICQ (ja, das gibt es noch, inzwischen sogar als App)…

  2. Andrea sagt:

    Auch handgeschriebene Briefe sind bei manchen (jungen) Leute wieder (oder erstmals?) im Kommen. 😉 Nur soviel zu den Totgesagten …
    Und ja, ich bin einer der Whatsapp-Verweigerer. Aus gutem Grund: Ich will selbst bestimmen, auf welche meiner Kontakte ein externer Dienst zugreifen darf. Um Whatsapp nutzen zu können, muss man diesen Zugriff jedoch für alle gespeicherten Kontakte zulassen. Ich halte es für äußerst bedenklich, dass dies 667 Millionen Menschen so leichtfertig tun! Privatsphäre? Datenschutz? Scheint alles keine Rolle mehr zu spielen, wenn man nur dazugehören will zur großen Whatsapp-Gemeinde.
    Deshalb bleibe ich der guten alten SMS erstmal treu. Und abgesehen davon kann man mit einem Smartphone auch noch telefonieren. Für die jüngeren unter euch, die nur noch Sprachnachrichten per Whatsapp schicken: Telefonieren ist sowas wie eine Sprachnachricht, nur in Echtzeit, also viel schneller! Das ist der neueste Schrei, solltet ihr mal ausprobieren! 😉

  3. Andrea sagt:

    Muss mich korrigieren: Die Zahl 667 Millionen bezog sich im Text ja auf die Anzahl der täglich verschickten Whatsapp-Nachrichten. Es sind ja sogar über eine Milliarde Whatsapp-Nutzer, die leichtfertig den Zugriff auf alle gespeicherten Kontaktdaten erlauben!

  4. Jasmin sagt:

    @Andrea @Elke: Ich wusste doch, dass ihr auf meinen Post reagieren würdet. Mir ist natürlich schon klar, dass der Datenschutz bei Whatsapp fragwürdig ist. Darauf verzichten würde ich dennoch nicht. Ja, auch ich schicke darüber Sprachnachrichten und bin in verschiedenen Gruppen. Zum Beispiel, um ein Geburtstagsgeschenk zu mehreren für eine Freundin zu organisieren. Das ist schon sehr praktisch. Und auf Threema treibt sich von mir nunmal niemand rum. Und da ich ja sowieso auf Facebook und Instagram bin…dann müsste man konsequenterweise wohl keine dieser Plattformen nutzen. Aber ist ja gut, dass ihr es verweigert. So nutze ich die SMS-Freikontingente meines Handy-Vertrages zumindest ein wenig.

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